Gute Partnerschaft zwischen Verein und Gesundheitszentrum

 

„Gesundheit und Qualität“

Diese beiden Begriffe sind in unseren Medien zurzeit sehr präsent. Neben der wesentlichen Frage nach der zukünftigen Finanzierbarkeit unseres Gesundheitssystems ist der Bereich der Gesundheitsvorsorge deutlich stärker in den Vordergrund der Diskussionen getreten.

So werden seit langem Angebote zur Gesundheitsvorsorge, deren Wirksamkeit erwiesen ist, von den gesetzlichen Krankenkassen gefördert. Der gesundheitsorientierte Sport ist dabei eine wichtige Säule dieses Systems. Sportvereine, wie der LTV und Institutionen, wie das Gesundheitszentrum am St. Bernhard-Hospital, übernehmen in diesem System eine wichtige Funktion. Ihre Angebote bieten den Interessierten die Möglichkeit, auf geprüfte Angebote zurückzugreifen.

Hier kommt nun auch die „Qualität“ ins Spiel. Beide Einrichtungen sind in Qualitätsmanagement-Projekte eingebunden. So ist das Angebot „JoJo-Sport“ des LTV seit langem mit dem „Sport pro Rehabilitation“-Gütesiegel ausgezeichnet. Das St. Bernhard-Hospital wurde bereits zum dritten Mal nach den Qualitätsrichtlinien von „ProCumCert und KTQ“ zertifiziert. Unser langjähriges Kooperationsangebot „Schwer mobil“ ist als Präventivmaßnahme von den Krankenkassen zertifiziert und verfügt über das Gütesiegel „Sport pro Gesundheit“.

Erfreulich ist aus unserer Sicht die hervorragende Zusammenarbeit zwischen LTV und Gesundheitszentrum. Der Austausch von personellen und räumlichen Ressourcen und Erfahrungen bringt beide Einrichtungen in ihrer Zielsetzung, Gesundheit zu fördern, voran.

Jörg Verfürth

Leiter Gesundheitszentrum/Öffentlichkeitsarbeit

St. Bernhard-Hospital

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Was hat Bewegung mit Übergewicht zu tun?

Wenn dem Körper langfristig mehr Energie in Form von Kalorien zugeführt wird, als er verbrauchen kann, steigt das Körpergewicht an. Man spricht dann von einer positiven Energiebilanz. Kalorien werden mit der Nahrung aufgenommen und im Körper durch den bewegungsunabhängigen Stoffwechsel (Grundumsatz) und durch körperliche Aktivität verbraucht.

Da der individuelle Grundumsatz des Körpers kaum beeinflussbar ist, kann der Kalorienverbrauch nur durch vermehrte Bewegung gesteigert werden. Der individuelle Grundumsatz entscheidet darüber, ob man ein guter oder schlechter „Futterverwerter“ ist.

Übergewicht kann also sowohl durch eine zu kalorienreiche Ernährung als auch durch zu wenig Bewegung entstehen. Während bei Kindern der zunehmende Fernseh- bzw. Computerkonsum eine große Rolle spielt, führen bei Erwachsenen vor allem bewegungsarme Arbeitsbedingungen (z.B. Büroarbeit) und der Rückgang von Aktivitäten in der Freizeit zu einem bedeutsamen Bewegungsdefizit.
Laut verschiedenen Befragungen und Schätzungen weisen etwa zwei Drittel der Erwachsenen in Deutschland einen Bewegungsmangel auf, das heißt, sie bewegen sich im Alltag nur wenig und betreiben keinerlei Sport.

Wie kann man Übergewicht bzw. Adipositas entgegenwirken?

Eine kalorienangepasste, insbesondere fettarme Ernährung und die Steigerung der körperlichen Bewegung sind die beiden wichtigsten Maßnahmen sowohl bei der Vorbeugung als auch bei der Behandlung von Übergewicht und Adipositas.

Tipps für mehr Bewegung und zur Vorbeugung von Übergewicht

Sie müssen keinen speziellen Diätprogrammen folgen. Eine gesunde und ausgewogene Ernährung reicht in der Regel vollkommen aus. Achten Sie darauf, dass Ihre Mahlzeiten kalorienangepasst, fettarm und ballaststoffreich sind.
Wenn Sie sich zu wenig bewegen, fangen Sie mit einer geringen Belastungsintensität an und steigern diese langsam. Sie müssen nicht gleich ins Fitness-Studio gehen. Auch Haus- und Gartenarbeit können Ihre körperliche Aktivität effektiv steigern. Treffen Sie sich mit Gleichgesinnten zu regelmäßigen körperlichen Aktivitäten oder zum Sport. Besonders wirkungsvolle Sportarten sind verletzungsarme Ausdauersportarten, wie z.B. Nordic Walking, Radfahren oder Schwimmen. Versuchen Sie, langfristig eine Regelmäßigkeit in Ihre körperlichen Aktivitäten zu bringen (z.B. täglich 30 Minuten). Manchmal hilft dabei das Führen eines „Bewegungstagebuchs“.